In den guten alten Zeiten kaufte man sich einen privaten Heimrechner eigentlich aus Interesse an der Technologie. Benutzerfreundlichkeit gestaltete sich früher etwas anders, und die Weiten des Internets waren noch nicht da, um einen zu verschlingen und letztlich von der tiefgehenden Auseinandersetzung mit Hard- und Software abzuhalten.
Als Besitzer eines Personal Computers wollte man alles ausschöpfen; man experimentierte herum und entdeckte hierüber Möglichkeiten und Grenzen des "Home Computings"; und nicht selten stolperten viele über das interessante Thema der Programmierung, was noch tiefere Einblicke in das Innenleben und die Funktionsweise eines Rechners gewährt.
Heute gestaltet sich das Bild in der Technologielandschaft ganz anders, was an sich nicht unbedingt schlecht ist. Der Computer ist für die meisten ein Zugangsportal zum Internet geworden.
Nicht selten bleibt's auch dabei, denn das kleine Einmaleins eines Betriebssystems wie Windows bleibt erstaunlicherweise für viele Leute selbst nach Jahren täglicher Benutzung verschlossen.
Seit über zehn Jahren erleben wir, wie problematisch diese technologische Inkompetenz im Netz sein kann, welche Tür und Tor für moderne Betrügereien aufmacht. Neben Gefahren wie Spyware, Viren und Trojanern gibt es nicht selten leergeräumte Bankkonten und "entführte" Homepages.
Doch außer der technischen Seite gibt es noch die Problematik, daß sehr viele Internet-Benutzer entgegen jeglicher Intuition und gesundem Menschenverstand, sich auf den diversen Webangeboten wie Foren, MySpace, StudiVZ und Co. so ausgelassen breitmachen, als wären sie auf einer privaten Gartenparty unter engen Freunden.
Fakt ist: die Welt schaut zu und das Internet vergißt nie. Unbedachte Äußerungen und die freizügige Veröffentlichung personenbezogener Informationen haben schon viele Leute in Teufelsküche mit Freunden, Familie aber auch Arbeitgebern gebracht.
Mit diesem Artikel beginne ich eine Reihe zum Thema "Webkompetenz" und werde diesmal erläutern, welche Fehler die meisten Benutzer im Umgang mit Passwörtern machen, und wie sich diese vermeiden lassen.